Zwei Stunden, in denen es ausnahmsweise nicht um die Methode geht, sondern um den Menschen dahinter.
Klaus Eisenblätter hat rund 15.000 Analysen erstellt und zwanzig Jahre lang im Hintergrund gearbeitet. Im Podcast „Gastfreunde“ erzählt er, wo das alles angefangen hat: Scheidungskind, Straßenkind, eine Lehre, die er vom zweiten Tag an gehasst hat, ein Jahr als Lkw-Fahrer. Dann, mit zwanzig, ein Mentor, der ihm nach seinem ersten Vortrag dreieinhalb eng beschriebene Seiten in die Hand drückte – und am nächsten Morgen keine Kritik übte, sondern alles einmal vorspielte.
Es geht um die Nacht des Mauerfalls, um den ersten fünfstelligen Monat, den er damit feierte, dass er in der Küche das Geschirr spülte, und um einen Professor der ETH Zürich, der ihm sagte: „Herr Eisenblätter, Sie sind hundert Jahre zu früh.“ Vor allem aber geht es um die Frage, die ihn nie losgelassen hat: Was ist der Mensch?